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aus dem www: Rudelführer vs. Zwingerhaltung:

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Rubrik Statements aus dem WWW

geschrieben durch

(23/10/2009 - 03:00:59)

Quelle: www.tiersanka.de

Diesen Artikel auf

hi.

ist in der tat eine interessante frage, die aber mit ein wenig "weitsicht" leicht beantwortet werden kann.

allerdings ist hier ein gedanklicher spaghat von nöten.

überlegt euch mal folgendes:

warum reproduziert der MENSCH in seine soziale systeme und in sein "künstliches" umfeld stets ein mehr oder minder leicht verändertes abbild der natur, der er eigentlich längst entflohen ist?
wir wären doch eigentlich in der lage, alles umzuändern und alles logisch und übervorteilhaft anzupassen ... und können es doch nicht, weil der mensch immer in ein bestimmtes muster zurück fällt?
OBWOHL wir - eigentlich - wissen was wir tun und es nicht nötig hätten?

jetzt verlangt ihr vom hund etwas, wozu nichteinmal das kreative denken und die intelligenz des menschen ausreicht ... nämlich, seine natur aufzugeben.

hunde sind soziale geschöpfe, die für ein leben in einer sozialen gruppe geformt wurden.
sie haben die fähigkeit zu einem gewissen hochsozialen system, weil ihre natur sie damit ausgestattet hat. das ist der rahmen, in dem sie leben.
zusätzlich hat der hund die möglichkeit, sich anzupassen - das haben nicht viele geschöpfe.


ABER:

diese anpassungsfähigkeit hat grenzen.


hunde sind keine rudeltiere, denn ein RUDELTIER wäre niemals dazu in der lage, mit uns menschen zusammenzuleben. denn wir bilden keine rudel.

hunde sind hochsoziale meutetiere, die die fähigkeit haben, zielorientierte verbände zu bilden und sich an sympathiehaltung anzupassen.
ABER:
der hund spiegelt ein abbild seiner sozialen fähigkeiten IMMER in seine umgebung.


der mensch ist kein rudelführer!
der mensch ist ganz bewusst ein ARTFREMDER SOZIALPARTNER.
ABER:
was hat denn der hund für eine andere möglichkeit als unser verhalten an dem zu messen, zu dem er gemacht ist???

der hund kann seine natur nicht verleugnen, aber er ist zu einem absolut bewundernswerten geistigen spaghat fähig, denn scheinbar viele menschen nicht schaffen:


er sieht den mensch als externe umweltbedingung neben seinen hündischen sozialpartnern, zu der er eine teilweise doch recht intensive soziale beziehung aufbauen kann.
(wir sprechen jetzt von geistig und wesensmäßig intakten hunden).
er ist allerdings dazu in der lage, uns "externe umweltbedingung" anhand dem sozialen system und den sozialen werten zu messen und zu beurteilen, die er dank seiner geistigen und sozialen wesensausstattung wahrzunehmen in der lage ist.

so einfach ist das.

je näher wir menschliche, als umweltbedingung dem sozialen system überlegene außenwirkung, uns an dem natürlichen system des hundes orientieren, desto klarer und "einfacher" hat es der hund, mit uns umzugehen.
obwohl wir KEIN RUDELFÜHRER sind!

das vertreiben im freilauf ist für uns menschen ein WERKZEUG, mit einem hund zu kommunizieren.
es ist eine handlung, die sich an seinen sozialen fähigkeiten orientiert und deshalb verständlich ist, denn sie funktioniert nach den selben regeln seiner natur.
wir müssen deswegen kein verdammter RUDELFÜHRER sein!

und eins sollte uns immer bewusst sein:

der hund ordnet sich uns unter, weil er keine andere wahl hat.
aber der hund VERTRAUT uns, wenn er in uns etwas projoziert sieht, dass seinem verständnis eines souveränen, überlebensfähigen anführers nahe kommt. und hund tickt eben wie hund, und nicht wie mensch.
aber er ist nicht so DUMM, uns für einen zweibeinigen hund in der position eines rudelführers zu halten!


überlegt euch das vielleicht mal .... bevor ihr das nächste mal hergeht und eine ausbildungsmethode/hilfe/werkzeug beurteilt unter der prämisse "es kann kein rudelführer geben" oder der prämisse "ich muss ein rudelführer sein" ...

horizont erweitern
der von den hunden ... ist mitunter nämlich auch sehr interessant.


good mush

defence

Quelle: http://sleddogfreak.net/viewtopic.php?t=3351