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Der naturnahe Garten und Wühlmäuse
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Der naturnahe Garten und Wühlmäuse

Tiersanka-News: 28/11/2019 - 11:03:50 durch

Tiersanka-News Wie ihr vielleicht wisst, bemühen wir uns, unseren Garten so naturnah wie möglich zu gestalten. Er ist zwar klein mit ca. 100 qm, aber oho! ;-)
Nun sind leider Gemüsebeete, Wildblumenwiesen, Stauden, Kompost- und Totholzhaufen, Klee- und Gänseblümchenrasen, Blumenzwiebeln usw. usw. für Wühlmäuse ein offenes Büffet.

Nachdem hier letztes Jahr eine wahre Wühlmausepidemie über uns hereingebrochen ist, musste zwangsweise eine Lösung her. Maulwurf ist ja kein Problem - er hilft gegen Schädlinge und die Erde der Hügel nutzen wir zur Jungpflanzenanzucht, aber Wühlmäuse... geht gar nicht.
Online findet man ja viele Tipps, aber nicht alle sind für uns umsetzbar.


  • 1. Kein Gift
  • 2. Nichts, was den Haustieren oder anderen Wildtieren schadet
  • 3. Nichts, was den Pflanzen schadet
  • 4. Illegal solls auch nicht sein


Tja, viel bleibt dann nicht übrig.
Bestimmte Pflanzen, z.B. die Kaiserkrone, sollen ja Wühlmäuse vertreiben - bei uns leider nicht, lag aber vielleicht auch an der Masse an Mäusen.
Knoblauch haben wir zwar gepflanzt, aber die munteren Wühlmäuse haben die Zehen einfach wieder aus der Erde geschoben emicon

Da wir für unsere Pflanzen gerne aus Brennesseln, Schafgarbe, Zwiebeln und Knoblauch Tee, Sud oder Jauche (verzeihung, der Bayer nennt das natürlich Odl ;-) ) herstellen, um es als Dünger zu verwenden, haben wir im letzten Jahr zufällig ein vergessenes Jauche... Odlglas gefunden. Das stand schon 6 Wochen rum, voll mit Zwiebeln und Zwiebelschalen, das Wasser trüb und gelb-braun und es stank erbärmlich. Brennesseljauche ist schon grausig, aber das war wirklich ein Nasenhaarzersetzer!

Gut, wenn Wühlmäuse so empfindlich sind, was Gerüche angeht, dann wäre das sicher perfekt und wenn man eh keine andere Wahl hat - also rein damit und es hat funktioniert! emicon
Offenbar ist der Gestank so unerträglich, dass die Wühlmäuse das Weite suchen. Wir haben dran gerochen und verstehen das völlig.

Hier also unsere persönlichen Erfahrungen:

  • 1. Gucken, ob es wirklich Wühlmäuse sind, denn der Maulwurf steht unter Naturschutz und hilft uns im Garten gegen Schädlinge:
    http://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/pflanzenschutz/maulwurf-und-wuehlmaus-unterscheiden-6301
  • 2. Stauden, Rosen etc. in Gitterkörbe setzen und oder Beete gleich großzügig mit Wühlmausschutzgittern anlegen.
  • NIE! NIE! NIE! direkt an die Wurzel der Pflanze geben, das dürften die Pflänzchen eher nicht aushalten. Dann lieber in Löcher geben, die entfernt liegen!
  • 4. Die Erdhügel öffnen und die Löcher freilegen. Bei dem massiven Befall im letzten Jahr haben wir sogar einen Teil der Tunnel freigelegt (man ist ja eh quasi reingefallen, so viele waren es) und nach Ein- und Ausgängen gesucht
  • 5. Sud ansetzen, wie folgt:


Zwiebel und Knoblauch in gewünschter Menge halbieren, anritzen oder platt drücken und mitsamt Schale in einen Behälter füllen, Wasser dazu und fertig. Wir geben 3 Zwiebeln oder 1 komplette Zehe Knoblauch auf 1 l Wasser - das lässt sich aber nach belieben variieren.
Man kann kaltes oder heißes (Achtung! Sprunggefahr bei Gläsern!) Wasser nehmen oder auch alles aufkochen und dann umfüllen. Wegen der Geruchsbelästigung haben wir kaltes Wasser genommen. Dann an einem frostfreien Ort abstellen (ihr wollt nicht, dass die Gläser kaputt gehen!) und warten.

Je länger es "gären" kann, desto intensiver natürlich der Geruch. Dieses Jahr hatten wir wenig Zeit und haben es nur 3 Tage ziehen lassen, klappt aber - zumindest bei kleinem Befall - genauso.

Zusätzlich noch eine Knoblauchzehe in jedes Erdloch gestopft und einen kleinen Schuss, ca. 5-10ml, von der Jauche dazu (ist das schon Jauche, wenn man es nur so kurz ziehen lässt? Egal, ihr wisst, was wir meinen!).
Wir geben es immer pur hinein, es kann aber auch verdünnt werden.
Wir würden hier eine Verdünnung von 1:10 empfehlen, also 1 l Zwiebel-Knoblauch-Jauche auf 10 l Wasser, man kann es aber auch grosszügiger verdünnen und sich herantasten an die persönliche Lieblings-Dosierung. Die Zwiebeln/Knoblauch nicht wegwerfen, sondern einfach wieder mit Wasser auffüllen, geht mehrfach.

Mindestens 3 Tage lang die Löcher immer wieder öffnen (die Mäuse werden sie zugraben), die Knoblauchzehen wieder hineinstopfen und täglich oder 2x täglich Jauche hineingeben.
Wenn die Löcher nicht mehr verschlossen werden, dann sollten auch keine Wühlmäuse mehr im Garten sein.

Aktuell hatten wir den Fall: 3 Tage lang Wühlmaus, dann den Sud hinein, Knoblauchzehen dazu und jetzt, an Tag 5 ist sie verschwunden, alle Erdhügel sind offen.

emicon Aber Achtung! Bei empfindlichen Pflanzen wie Rosen solltet ihr es entweder verdünnt anwenden und euch langsam vortasten mit der richtigen Dosierung oder unbedingt einen erfahrenen Gärtner fragen.
Unsere Pflanzen hatten selbst mit der puren Jauche kein Problem, aber wir hatten immer Abstand zu den Pflanzen und es nie direkt an die Wurzel gegeben. emicon

Natürlich sind das unsere Erfahrungen und die sind kein Erfolgsgarant!
Wir konnten leider keine anderen Tipps zum Thema Wühlmäuse und Zwiebel-Knoblauch-Jauche finden. Falls ihr welche findet, freuen wir uns über einen Link! Aber hier findet ihr beispielsweise Infos, was ihr mit dem Zwiebelsud sonst noch anstellen könnt: http://www.smarticular.net/biologische-mittel-gegen-mehltau-braunfaeule-rost-und-sternrusstau/

Und natürlich freuen wir uns genauso sehr über eure Tipps zum Thema Wühlmäuse im naturnahen Garten - was tun?


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