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Zecken bei Hund und Katze

Tiersanka-News: 18/03/2015 - 18:20:58 durch

Tiersanka-News Die Hauptsaison der Zecken ist von März bis Oktober, jedoch kann dieser Zeitraum wetterbedingten Schwankungen (z.B. milder Winter) unterliegen.

Zecken gehören zur Art der Milben, die wiederum zur Art der Spinnentiere - weltweit sind über 850 verschiedene Zeckenarten bekannt.

Zecken durchlaufen nach dem Schlüpfen im allgemeinen 3 Entwicklungsstadien: Larve --> Nymphe --> erwachsene Zecke. Bis die Zecke die komplette Entwicklung durchgemacht hat, können mehrere Jahre vergehen. Für jedes neue Entwicklungsstadium (auch für die Eiablage) benötigt die Zecke Blut. Ohne Blut können Zecken durchaus bis zu 2 Jahre überleben.

Zecken lassen sich nicht von Bäumen fallen, Zecken klettern auf 25 cm bis zu maximal 1,50 m Höhe auf Pflanzen, klammern sich mit den hinteren Beinpaaren fest, strecken die vorderen Beinpaare aus und warten auf einen Wirt, der sie abstreift. Durch das sogenannte "Hallerīsche Organ" nehmen Zecken bestimmte Geruchsreize auf, z.B. chemische Reize. Offenbar reagiert sie nicht auf einen einzelnen Reiz, sondern vielmehr auf die Kombination verschiedener Reize als Gesamtbild, weshalb manche Menschen und auch Tiere verstärkt befallen werden, andere hingegen kaum.

Es gibt verschiedene Krankheiten, welche durch die Zecke übertragen werden und unsere Haustiere befallen können, z.B. Babesiose (Hundemalaria), Anaplasmose oder Ehrlichiose.
Nähere Informationen zu den einzelnen Erkrankungen finden Sie hier: http://tierklinik-deininger.de/sprechstunde-aktuell/zecken-sind-ein-risiko/zeckenkrankheiten/

Vielen unbekannt ist, dass die Zecke auch natürliche Feinde hat (Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Zecken):
(...)Als natürliche Feinde der Zecken sind bisher festgestellt worden:
Einige Pilzarten (zum Beispiel Metarhizium anisopliae)
Fadenwürmer (Nematoden), von denen sie befallen werden können. Ein solcher Befall ist für die Zecke tödlich.
Vogelarten, die gerne Zecken fressen.
Kleine, parasitische Wespen wie beispielsweise die Erzwespe Ixodiphagus hookeri. Die Wespen legen ihre Eier in die Zecken und die geschlüpften Wespenlarven fressen die Zecken von innen her auf, wodurch diese getötet werden.
Im südlichen Afrika wurde auch beobachtet, dass Sumpfschildkröten Nashörner von Zecken befreien.

Die ökologischen Ansprüche der verschiedenen Zeckenarten und demgemäß auch ihr Lebensraum sind sehr unterschiedlich. Viele Arten, z. B. der Gemeine Holzbock, sind sehr luftfeuchtebedürftig und vertrocknen bei direkter Sonneneinstrahlung rasch. Obwohl Zecken auch starke Fröste unbeschadet überstehen können, wirken sich vor allem lang andauernde Kälteperioden für viele Arten letal aus und begrenzen das Verbreitungsgebiet nach Norden. Einzelne Jahre mit abweichenden Wetterbedingungen, z. B. milde Winter, können sich stark auf die Populationsgröße auswirken.(...)"

Wie kann man aber nun sein Haustier vor Zecken schützen?

Idealerweise kommt die Zecke erst gar nicht an das Tier, eine abwehrende Wirkung ist also gefragt.
Eine abtötende Wirkung wird auch empfohlen, um die Zecke, sollte sie sich doch nicht abwehren lassen, möglichst schnell abzutöten, im Idealfall, bevor sie Speichel etc. abgeben kann.

Wir möchten betonen, dass es je nach Wohngebiet und auch individuellem Tier teilweise starke Unterschiede im Zeckenvorkommen gibt und auch darin, ob und von wievielen Zecken das Tier befallen wird. Je nachdem sollte man sich also auch über entsprechende Mittel informieren.

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
Zum Einen die chemischen Mittel vom Tierarzt. Ab einer gewissen Populationsdichte an Zecken oder auch, wenn das eigene Tier einen starken Befall aufweißt, sollte man sich überlegen, ob Mittel mit abwehrender und abtötender Wirkung Sinn machen - gleichzeitig sollte man sich von seinem Tierarzt aber auch über mögliche Nebenwirkungen beraten lassen (Hundebesitzer, bei deren Tiere der MDR1-Gendefekt vermutet wird, finden hier Informationen zu kritischen Arzneimitteln und auch generell zum Defekt an sich: http://www.transmit.de/mdr1-defekt/arzneistoffe.html - bitte im Zweifel immer beim Tierarzt nachfragen und auf den Gendefekt hinweisen).

Zum Anderen gibt es biologische Zeckenpräparate, welche immer mehr bevorzugt werden.
Nicht nur Schwarzkümmelöl oder Knoblauch (kann giftig wirken, weitere Informationen findet ihr hier: http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/wirksto.htm), im Besonderen Kokosöl ist in aller Munde, bzw. auf allen Fellen ;-)
Hierzu möchten wir folgendes zitieren:
(...) Mitarbeiter der FU Berlin (Hilker, Kahl und Dautel) entdeckten erst vor kurzem die abschreckende Wirkung von Laurinsäure auf Zecken. In konkreten Labortests wiesen sie nach, dass zwischen 81 und 100 Prozent der Versuchs-Zecken bereits bei einer zehnprozentigen Laurinsäure-Lösung das Weite suchten.

Trug man die Lösung auf die Haut von Versuchspersonen auf, dann fühlten sich immer noch bis zu 88 Prozent der Zecken abgestossen. Das ging soweit, dass sich die auf die behandelte Haut gesetzten Zecken vom betreffenden Menschen so schnell wie möglich herunterfallen liessen. Diese Schutzwirkung hielt ausserdem sechs Stunden lang an. Damit ist Laurinsäure deutlich länger wirksam als andere Mittel. (...)
Herkömmliche Insektenschutzmittel für Hunde und Katzen bestehen aus hochgiftigen Pestiziden, die bei empfindlichen Tieren zu allerhand Unverträglichkeitsreaktionen führen können.

Dazu gehören entzündliche Veränderungen der Haut, unerträglicher Juckreiz, Magen-Darm-Probleme, u. a. Unglücklicherweise nimmt ausserdem die Resistenz von Floh und Zecke gegen die sog. Spot-on-Mittel oder auch gegen Insektenschutzhalsbänder immer mehr zu, so dass Hund und Katze die Belastung der giftigen Abwehrmittel ertragen müssen, gleichzeitig jedoch weiterhin dem Risiko eines Ungezieferbefalls ausgesetzt sind.
Anwendung von Kokosöl bei Hund und Katze

Naturbelassenes Kokosöl aber schützt nicht nur Menschen vor Zecken, sondern auch Hunde und Katzen. Verteilen Sie dazu ein wenig Kokosöl auf Beine, Bauch, Hals und Ohren des Tieres, am besten kurz vor einem Spaziergang, damit sich das Tier nicht erst wieder der Entfernung des Öls widmen kann.

Das Fell Ihres Tieres wird verständlicherweise direkt nach dem Auftragen des Kokosöls fettig wirken, was sich jedoch nach einigen Stunden wieder gibt. Wiederholen Sie die Anwendung einmal täglich mehrere Tage hinter einander. Nach ein bis zwei Wochen können Sie auf eine einmalige Anwendung alle paar Tage umsteigen.(...)
Lesen Sie mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/borreliose.html

Manche Leute mögen den Geruch von Kokosöl nicht, wollen die zusätzliche Arbeit nicht haben etc. und wollen lieber ein Spot-on Präparat, das trotzdem natürlich wirkt. Hier können wir aus eigener Erfahrung folgendes empfehlen: http://www.schaette.de/shop/hunde/zeckenschutz-aktiv.html

ACHTUNG: Viele Präparate (auch pflanzliche!!), welche bei Hunden genutzt werden können, sind für Katzen toxisch. Befragen Sie also hierzu immer den Hersteller oder Ihren Tierarzt. Benutzen Sie nie ein Spot-on Präparat für Hunde auch für Ihre Katzen, sofern dies nicht ausdrücklich vermerkt ist.
Eine kleine Auflistung findet ihr hier: http://www.katzenkram.net/katzenpflege/so-kann-man-katzen-vor-zecken-schuetzen/

Quellen:
http://www.medizinfo.de/waldundwiese/zecken/zbio.htm

http://www.zecken.de/news/article/schuetzen-sie-ihren-hund-vor-zecken-auch-im-herbst-und-winter/


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