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Erkrankungen der unteren Harnwege der Katze

Tiersanka Infothek

Rubrik Krankheiten

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(22/03/2015 - 20:28:56)

Quelle: www.tiersanka.de

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FLUTD - Feline Lower Urinary Tract Disease = Erkrankungen der unteren Harnwege (Harnleiter, Blase) der Katze
(früher auch als FUS - Felines urologisches Syndrom bezeichnet)

Symptome können sein: Schwierigkeiten beim Urinabsatz (teils auch mit Schmerzen, Tiere schreien, jammern, fauchen), sehr oft wird Urin abgesetzt, Blut im Urin (oft schwer zu sehen), Urinabsatz außerhalb des Katzenklos (oft willkürlich) oder auch kein Absetzen von Urin, oft ist der Bauch schmerzhaft/geschwollen, auch das Allgemeinbefinden kann gestört sein. Ebenso können Durchfall und Erbrechen zusätzlich auftreten.

Obwohl FLUTD vor allem bei kastrierten Wohnungskatern auftritt, kann jede Katze, jeden Alters (kastriert oder unkastriert, Freigänger oder Wohnungskatze) daran erkranken..

Auch wenn die Ursachen noch nicht ausreichend erforscht sind, geht man von verschiedenen Auslösern aus:
Sekundäre:  Kristallbildung und Harnsteine.
Katzen neigen dazu wenig zu trinken, zusammen mit Trockenfutter oder generell Futter mit niedrigem Wassergehalt kann dies zu konzentriertem Urin führen, was die Bildung von sogenanntem Struvitkristallen fördert. Die Kristalle (Harngrieß) können schließlich die Harnröhre verstopfen.
Infektiöse: FLUTD durch bakterielle Infektionen passiert eher selten.

Bei Verdacht auf eine FLUTD Erkrankung muss schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden!

Die kurzfristige Therapie richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und sollte nur von einem Tierarzt vorgenommen werden.
Die langfristige Behandlung sieht vor:
- Änderung des Futters (Nassfutter, Trockenfutter einweichen)
- Flüssigkeit zuführen (Katzenmilch, Wasser)
- Gabe von speziellem Diätfutter ist ebenfalls möglich

Traurigerweise kann eine FLUTD Erkrankung tödlich enden.
Eine Katze mit FLUTD bleibt ein chronischer Patient, die Erkrankung kann immer wieder aufflammen - auslösende Faktoren müssen ermittelt und eliminiert werden (soweit möglich), besonders wichtig ist eine Erhöhung der Wasseraufnahme. In manchen Fällen ist eine Operation vonnöten - der Tierarzt kann hier weitere Informationen geben.

Ausführliche Informationen erhaltet ihr hier: http://www.kleintierklinik-hannover.de/klinikzeitung/tierisch_gut_16.pdf