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Diabetes mellitus und Diabetes inspidius

Tiersanka Infothek

Rubrik Krankheiten

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(17/02/2010 - 12:21:14)

Quelle: www.tiersanka.de

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Für gewöhnlich spricht man bei Diabetes von dem Diabetes mellitus-Typ, aber es gibt auch den, selteneren Diabetes inspidius-Typ. Hier sind Informationen zu beiden Typarten.

Zu Diabetes mellitus:
Diese Links sind sehr informativ und helfen bei sämtlichen Fragen, die auftreten können:
Vor allem diese Seite kann ich nur empfehlen: www.zuckerhunde.de
und:
http://kleintiermedizin.ch/hund/diabetes/index.html

Wichtig ist auch, dass man zukünftig den TA darauf hinweist, dass der Hund Diabetes hat, wenn neue Medikamente eingesetzt werden, da der Hund unter Umständen überdosiert werden kann z.B. bei Glukocorticoiden.....

Das gängiste Medikament bei Diabetes ist Caninsulin (das Spritzen bringt einem der TA bei):
http://www.caninsulin-shop.com/?lang=de

Futter kenne ich persönlich nur das von Royal Canin und den Hunden, denen es zur Unterstützung gegeben wurde, hat es gut geholfen (hier sollte man sich, wenn möglich mit Gleichgesinnten austauschen - siehe die oben genannten Seiten):
http://www.royal-canin.de/hund/produkte ... hrung.html
(Das ist, meines Wissens, auch als Trockenfutter erhältlich)

Für die Blutzuckerbestimmung tut es übrigens ein normales Messgerät für Menschen - dafür gibt es für Tiere einen speziellen "Piekser", mit dem das Blut im Ohr abgenommen wird (siehe: zuckerhunde.de).

Zu Diabetes inspidius:
Diese Form kann als Folge einer Schädigung des Hypothalamus oder Hypophysenhinterlappens auftreten (zentrale Verlaufsform). Als renale Form bezeichnet man die Erkrankung, wenn die Störung durch eine Endorganresistenz der Nieren ausgelöst wird oder diese Diabetes Form kann auch die Folge einer psychogenen Polydipsie sein.

Die Anfangssymptome (die 3 Pīs: Polyurie-vermehrtes Wasserlassen, Polydipsie-verstärktes Trinken, Pruritus-Juckreiz) sind bei beiden Diabetes Formen gleich. Der Unterschied besteht später darin, dass bei Diabetes mellitus später zusätzlich Polyphagie, zunächst besteht Adipositas, auftritt, später zunehmende Abmagerung, dann Fettleber, dann Ikterus.... bei Diabetes inspidius kann die tägliche Wasseraufnahme auf das 10-20fache ansteigen, bei Wasserentzug hält das vermehrte Wasserlassen an - es droht der Kollaps, aufgrund des Elektrolyteverlustes kann es bei besonders schwerem Verlauf auch zum Exitus kommen.

Bei der zentralen Form des Diabetes inspidius besteht die Möglichkeit, sofern sie traumatisch verursacht wurde, dass es zur Rückbildung der Symptome kommt. Eventuell muss das Hormon Vasopressin lebenslang zugeführt werden. Bei den anderen Ursachen sind die Aussichten für eine Heilung oder Behandlung schlecht.